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Einheimische Früchte auf dem Markt in Funchal
Madeira -
Portugals Insel
des ewigen Frühlings
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Auch das Weserbergland ist eine interessante Urlaubsregion
 

Madeira ist eine zauberhafte Vulkaninsel im Atlantik, nie zu heiss, nie richtig kalt. 365 Tage im Jahr Frühling. Kraftvolles Grün, überall blühende Pflanzen. Eine Trauminsel mit einem "Schwachpunkt": Es gibt praktisch keinen Badestrand.

Natürlich haben die Hotels schöne Pools und in Porto Moniz (ganz im Westen) gibt es ein grossartiges Felsenschwimmbad: Eine Bucht ist hier mit einer Mauer vom Ozean abgetrennt und bietet jetzt ein ganz besonderes Badevergnügen.

Einige Orte und Hotels - es gibt zahlreiche wirklich schöne Hotels auf der Insel Madeira - haben in den letzten Jahren auch künstlich Strände aufgeschüttet, aber lange sandige Küsten wie auf den Kanaren oder Mallorca sucht man vergebens.

Wer aber nicht nur relaxen will, sondern auch aktiv sein möchte und was sehen will, der hat auf Madeira jede Menge Möglichkeiten. Auf dieser Seite haben wir Ihnen etliche Ausflugstipps zusammengestellt.

Cabo Girao auf MadeiraDie Insel Madeira steigt schroff aus dem Ozean auf (der Meeresboden fällt hier bis auf 4000 m Tiefe ab!) - so steil, dass Sie hier westlich von Câmara de Lobos das Cabo Girão, die zweithöchste Steilklippe Europas (Höhe: 580 m) bewundern können. Vielleicht ist es sogar die höchste Europas und die zweithöchste der Welt. Oder so. Die Angaben in der Literatur sind da unterschiedlich und selbst ausmessen können wir es auch nicht gut. Ähnlich hohe Klippen gibt es aber wohl nur noch in Norwegen.

Auch Deutschland ist ein interessantes Urlaubsland
 

Madeira ist eine Insel zum Wandern und Geniessen. Wer baden will, muss mit dem "Inselflieger" nach Porto Santo fliegen (es gibt natürlich auch eine Fährverbindung), einer Sand- und Badeinsel (nur 5000 Einwohner) gut 40 Kilometer entfernt.

Es gibt praktisch keine "beste Reisezeit", denn Madeira kann man wirklich zu absolut jeder Jahreszeit geniessen. Allerdings kann man sich etwas besonders Gutes tun, wenn man zum Karneval oder zum Blumenfest auf der Insel sein kann:

Der prachtvole Karneval auf Madeira

Beide Feste demonstrieren die Verbundenheit Madeiras mit Südamerika; der Karneval ist hier ganz anders, als in Deutschland oder auf Mallorca. Es sind Feste von gewaltiger Farbenpracht und Schönheit, die auch "Karnevals-Muffel" begeistern werden. Zum Karneval fliegen Sie Ende Februar/ Anfang März und zum Blumenfest Ende April/ Anfang Mai.

 

Der Name "Madeira" leitet sich ursprünglich vom portugiesischen Begriff für "Holz" ab - die namensgebenden Siedler fanden die Insel dicht bewaldet vor. Auch heute noch ist Madeira eine grüne Insel, aber der ursprüngliche Wald musste fast überall weichen zugunsten einer intensiven Landwirtschaft: Bananen, Zuckerrohr und Papayas und nicht zuletzt die Trauben für den berühmten Dessertwein Madeiras wachsen oft auf künstlich angelegten Terrassen, die oft bis an die steil abfallenden Felsen reichen und nur über wahrhaft halsbrecherische Wege zu erreichen sind. (Mehr über Madeiras Weine.)

Zu Flora und Fauna der Insel schreiben wir ausführlich auf dieser Seite.

Strelitzie - Madeiras Nationalblume

Neben Wein und Früchten exportiert die Insel Spitze, Korbwaren und tropische Blumen: Fast jeder Tourist bringt sich als inseltypisches Souvenir einige der exotischen Strelitzien mit (> Neustrelitz)

Sowohl die Geschäfte auf der Blumeninsel, als auch die Fluggesellschaften sind übrigens darauf eingestellt: Die Strelitzien werden speziell verpackt und auch im Flugzeug pfleglich behandelt.

 

Genau wie die (ebenfalls sehr schönen - wenn auch touristisch weniger erschlossenen - Azoren) gehört die Insel zu Portugal. Sie liegt ca. 630 Kilometer westlich der afrikanischen Küste und gehört zusammen mit den Azoren, den Kanarischen Inseln und den Kapverdischen Inseln zu den "Glückseligen Inseln", den Makaronesischen Inseln.

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Mit knapp 800 km² ist Madeira ist nicht viel grösser als das Bundesland Hamburg oder etwa ein Viertel so gross, wie Mallorca. Im Unterschied zu dieser beliebtesten Ferieninsel der Deutschen kann man auf Madeira allerdings nicht mal eben an einem Nachmittag rund um die Insel fahren: Madeira ist sehr gebirgig mit vielen Serpentinen und man braucht für eine Hundert-Kilometer-Fahrt tatsächlich ca. 4 Stunden! Eigentlich natürlich viel länger, denn Sie werden häufig anhalten, um die prachtvolle Landschaft zu geniessen.

Funchal - die Hauptstadt der Blumeninsel Madeira

Die Insel ist recht dünn besiedelt und von den 265.000 Einwohnern (zum Vergleich: Rostock hat ca. 200.000, Münster oder Augsburg oder Mönchengladbach ca. 250.000 Einwohner) lebt fast die Hälfte (gut 100.000) in der Hauptstadt Funchal bzw. ihrer unmittelbaren Umgebung. Aber die Landschaftsstruktur lässt eine Besiedelung nicht überall zu: Madeira ist ausserordentlich zerklüftet mit schroffen Felsen und respektablen Bergen: Der Pico Ruivo ist mit 1.862 m der höchste Berg; andererseits gibt es vulkanische Einbruchkrater ("Calderas" oder "Calderen" = Kessel), die steile, kaum zugängliche Täler bilden.

Nur in der Mitte der Insel eröffnet sich ein Hochplateau (Das Hochmoor Paúl da Serra, eine relativ ebene Hochfläche in einer Höhe von 1300 m bis 1500 m), recht kalt und häufig nebelig - immerhin so unangenehm, dass man sich nicht entschliessen konnte, hier einen Flughafen zu bauen.

Doch lieber Insel mit Sandstrand? Dann auf nach Mallorca

Und da es die einzige grössere ebene Fläche ist (in den meisten Orten reichen die ebenen Flächen nicht 'mal für einen Fussballplatz!), ist der Flugplatz bei Funchal geblieben - mit einer Landebahn, die wie eine halbe Brücke weit ins Meer reicht. Trotzdem ist der Anflug recht abenteuerlich geblieben und nur besonders ausgebildeten Piloten vorbehalten.

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  Schon bald nach der (Wieder-)Entdeckung und ersten Besiedlung (ab etwa 1400 nach unserer Zeitrechnung, das ist die Zeit der Hanse und von Klaus Störtebeker, nur etwa 100 Jahre vor der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus) wurde ein für Madeira typisches Bewässerungssystem eingeführt, das heute (auch) von grosser touristischer Bedeutung ist:
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Die Levadas.
Das im Norden der Insel reich vorkommende Wasser wird über Kanäle in den wasserarmen, aber sonnigen Inselsüden geleitet. Die kleinen Kanäle - Levadas sind in der Regel nicht 'mal einen Meter breit - ziehen sich mit ganz geringem Gefälle (die Gesamtlänge aller dieser Levadas beträgt viele Hundert Kilometer) durch das Gebirge. Neben den Kanälen läuft immer ein Pfad, der wichtig ist, um die Levadas zu pflegen und den ungehinderten Lauf des Wassers zu garantieren. Bilder von diesen wunderbaren Wanderwegen finden Sie auf dieser Seite

 

Es ist nicht ganz einfach, sich das vorzustellen: Diese schmalen Bewässerungskanäle ziehen sich nicht etwa durch eine Ebene, sondern hoch in den Bergen, teilweise auch durch Tunnel, oft direkt am Steilhang, angeklebt wie Schwalbennester.

Diese Pfade sind hervorragende Wanderwege: Sie können sehr bequem in schwindelnder Höhe durch das Gebirge wandern, ohne nennenswerte Höhenunterschiede überwinden zu müssen. Lassen Sie sich mit dem Bus oder dem Taxi an den Ausgangspunkt Ihrer Wanderung bringen und wandern Sie dann durch eine herrliche Natur immer am Wasser entlang.

Dabei überwinden diese Wasserwege Täler und Berge, durchqueren Tunnels, kreuzen natürliche Wasserläufe und führen auch über Brücken.

Heute werden die Levadas außer zum Transport des Wassers vor allem touristisch genutzt. Auf den neben dem Wasser verlaufenden Pfaden sind an vielen Orten Wanderwege ausgeschildert.

Wer's etwas spektakulärer mag, dem bietet die Insel Madeira auch richtige Hochgebirgswanderungen. Über Wandern auf Madeira finden Sie mehr auf dieser Seite.

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Die Blumeninsel Madeira ist einfach Spitze, denn da kann man sich
... natürlich erholen
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